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Idee 5 · Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft

„Müller-Fulda“ und der Haushalt – damals und heute

Der Namensgeber der Schule dient als Einstieg in Finanzpolitik. Richard Müller (1851–1931) war Fuldaer Textilfabrikant, Stadtverordneter und ab 1893 Reichstagsabgeordneter; im Haushaltsausschuss wurde er als „Müller-Fulda“ bekannt, besonders durch die Reichsfinanzreform von 1909. Die Lernenden vergleichen die damalige Debatte mit einer heutigen Haushaltsfrage der Stadt Fulda.

Ablauf

  1. Spurensuche · 2 Std.

    Wer war unser Namensgeber? Recherche in Stadtarchiv, Zeitungsarchiv und an der Grabstätte auf dem Alten Friedhof; Kurzporträt.

  2. Damals · 2 Std.

    Quellenarbeit zur Reichsfinanzreform 1909: Wer sollte zahlen? Konsumsteuern vs. Erbschaftsteuer.

  3. Heute · 2 Std.

    Analyse des öffentlich zugänglichen Haushalts der Stadt Fulda: Einnahmen, Ausgaben, Investitionen.

  4. Planspiel Stadtverordnetenversammlung · 3 Std.

    Fraktionen verteilen ein fiktives Zusatzbudget oder eine Kürzung; Haushaltsreden im Stil der Zeit oder von heute.

  5. Reflexion · 1 Std.

    Was hat sich an den Grundfragen der Finanzpolitik verändert, was nicht?

4K im Fokus

  • K4 · Kritisches Denken

    Quellenkritik, Interessenanalyse, Vergleich historischer und aktueller Argumente.

  • K1 · Kommunikation

    Überzeugende Haushaltsrede, Debattenregeln, sachliches Antworten auf Gegenargumente.

Mitlaufend: Kollaboration (Fraktionsarbeit), Kreativität (Kompromissvorschläge).

Produkt

Haushaltsreden und eine kurze Porträtseite zu Richard Müller, z. B. für die Schulhomepage oder eine Ausstellung im Foyer.

Tipp: Ein Gespräch mit einem Mitglied der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung oder der Kämmerei macht das Planspiel deutlich realer.